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PROZESSE UNTER DEN VIELEN

ANSÄTZE

Prozeßdenken

Alles was in jenen Bereichen vorgeht, die für uns von vorrangigem Interesse sind, konzeptualisieren wir als Prozesse.

Daraus folgt, daß es die laufenden Vorgänge und Sequenzen solcher Vorgänge sind, die es zu analysieren gilt.

Denken in Populationen bzw. Ensembles

Wir entnehmen dem (in der Evolutionsbiologie entwickelten) Populationsdenken die Vorstellung von aus einzigartigen Individuen bestehenden Populationen.

Worauf sich ein Taxon, die Bezeichnung einer Art bezieht, ist - logisch gesprochen - keine "Klasse" merkmalsgleicher Individuen, sondern ein "Ensemble" von Individuen, die diesem Ensemble nach festzulegenden Kriterien zuzuordnen sind.

Denken in Figurationen

Norbert Elias folgend haben wir uns entschlossen, alle Prozesse, an denen eine Mehrzahl von Einheiten beteiligt sind, als "Prozesse in Figurationen" zu konzeptualisieren.

(Wir beziehen uns hier auf die Kernidee der theoretisch-empirischen Spiel-Modelle, den "Figurationen", wie sie Elias in "Was ist Soziologie?" entwickelte - nicht auf den Gebrauch des Terminus "Figuration" in der Figurationssoziologie, wo "Figuration" meist als Ganzheit gedacht erscheint.)

DER KOMBINIERTE ANSATZ

Wenn man diese drei Ansätze kombiniert, ergibt sich, daß SPRACHE, GESELLSCHAFT und KULTUR als sich ständig verändernde Ergebnisse von Interaktionsprozessen unter den vielen Involvierten gedacht werden müssen.

Wir nehmen an, daß sich dieser kombinierte Ansatz auch in einigen anderen Denkwelten als fruchtbar erweisen könnte.

Polyloge

Als POLYLOGE bezeichnen wir die tatsächlich stattfindenden Interaktionsprozesse - soweit die dabei involvierten Einheiten Menschen sind.

(Mehr über die Vorstellung "Polyloge" finden Sie unter:
Polylogue - a paradigm for cultures [http://www.inst.at/studies/s_0802_e.htm] und
Learning in Polylogues)

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