POLYLOGE I
Wir brauchen eine neue Synthese im Denken über Denken, Sprache und Kultur

INHALTSVERZEICHNIS


POLYLOGUES I
Towards a New Synthesis in Thinking about Thinking, Language and Culture

CONTENT

 

Peter Horn (Kapstadt)

"Das polyphone Spiel der semantischen Linien im transkulturellen Diskurs"

Das polyphone Spiel der semantischen Linien


Die Sprache denkt in unseren Köpfen. Und nur dort ist sie Sprache. Sonst ist sie wellenbewegte Luft oder schwarze Zeichen auf Papier. Und weil es viele Sprachen gibt, und jede anders ist, denkt es sich in jedem Sprachgebiet anders. Und weil die Köpfe untereinander verschieden sind, denkt die Sprache in jedem Kopf anders. Was ein anderer Kopf in meiner Sprache denkt, muß ich interpretieren, auch wenn er es mir sagt oder schreibt, oder übersetzen und interpretieren, wenn er in einer anderen Sprache denkt.

Die übliche Auffassung in der Erkenntnistheorie, die sich auf die Zurechnungsdebatte in der Moral und Gesetzgebung ebenso wie auf die üblichen Vorstellungen der Psychologie und Psychiatrie ausdehnen, gehen immer noch davon aus, daß das Innere des Menschen dem Menschen selbst transparent ist, daß er über seine Motivationen, seine Denkprozesse, Auskunft geben kann oder könnte, wenn er nur wollte: "mag das Subjekt hier noch so entschieden ein opakes Es einschließen, es wird in der Motivation der Psychose angesprochen als ein Ich, [...] als eben das unverwüstliche percipiens."(1) Dieses wahrnehmende Ich hat nach dieser Vorstellung die Kraft sein Gegenüber, seinen Gegenstand wahrzunehmen als Realität. Der Mensch ist also nur in dem Maß als Subjekt denkbar, in dem er nach dem Maß des Signifikanten strukturiert ist.

Lacan überlegt sich, daß die »Strahlen« und »Nerven«, von denen z.B. der Psychotiker Schreber spricht, eigentlich nichts anderes sind als die Sprache, die symbolische Funktion. Schreber selbst formuliert das so: »Auf der anderen Seite scheint es in der Natur der Strahlen zu liegen, daß dieselben, sobald sie in Bewegung sind, sprechen müssen; die das betreffende Gesetz ausdrückende Phrase« ist »Vergessen Sie nicht, daß Strahlen sprechen müssen«.(2) Die Zumutung an Schreber, er solle »diesem gefälschten Blödsinn gewissermaßen als meinen eigenen Gedanken lauten Ausdruck geben« - mit der Aufforderung »Warum sagen Sie's nicht (laut)«,(3) ist die Zumutung der Sprache überhaupt, ihre Worte und Strukturen als das angemessene Werkzeug unseres Fühlens und Denkens zu verstehen. Das ganze Aufschreibesystem, von dem Schreber immer wieder spricht, scheint nichts anderes zu sein als das Repositorium aller Sprachformen, die langue also, die in der Performanz, der parole immer zu leeren und nachgeplapperten Phrasen wird, weil es grundsätzlich nichts in der Sprache gibt, was nicht ein derartiges Nachplappern der bestehenden Sprachstrukturen ist. Das »öde Phrasengeklingel« und die »grammatikalische Unvollständigkeit« der Phrasen weisen auf die ständige Wiederholung immer der gleichen Strukturen hin, die schließlich gar nicht mehr vollständig zu sein brauchen. Es sind die Phrasen des Gesetzes, die sich so ständig wiederholen, die eingebläut werden, die wiederholt werden, ohne daß man sich noch an ihren Sinn erinnert: »Nicht an bestimmte Körperteile denken«, »Ein angefangenes Geschäft muß vollendet werden«,(4) der Mann darf nicht »die Stiefel ausziehen«.(5)

Jeder Satz des Subjekts reproduziert die Produktion des Subjekts als Maschine, die grammatisch richtige Sätze produzieren kann. Es gibt keine individuellen Aussagen, wenn wir sprechen, sind wir in einer Maschine gefangen, deren Aussagen wir wiederholen, wenn wir in unserem eigenen Namen zu sprechen meinen. Und wir sprechen in unserem Namen, wenn wir ihre Aussagen wiederholen.(6) Unsere Aussagen sind individualisiert und unsere Sprache subjektiviert nur in dem Maße, in dem ein unpersönliches Kollektiv das erfordert.(7) Wir werden immer durch Sprache zum Sprechen gebracht,(8) und durch das Sprechen als Subjekte unterworfen; unsere 'Unordnungen' werden durch die Ordnungen der Sprache unterdrückt:(9) "Du hast einen Satz, mit dem du jede Unordnung in Ordnung bringen kannst: mit dem du jede Unordnung im Vergleich zu einer anderen Unordnung als verhältnismäßige Ordnung bezeichnen kannst: mit dem du jede Unordnung zur Ordnung erklären kannst: dich selbst in Ordnung bringen kannst".(10) Dieses unpersönliche Kollektiv interpelliert uns als Subjekte und befiehlt uns: Du wirst als Organismus organisiert sein und deinen Körper als Signifikant und Signifikat artikulieren, du wirst als Subjekt festgenagelt werden, und wenn du dich weigerst bist du ein Ungeziefer.(11) Nicht nur das Alltagsbewußtsein glaubt an ein Ich als Ursprung einer individuellen Aussage, auch die Psychoanalyse macht ihre Patienten glauben, daß sie 'in ihrem eigenen Namen sprechen'.(12)

Es ist daher zunächst einmal nötig, sich eine Vorstellung davon zu verschaffen, was denn »Realität« in der Struktur des nicht-psychotischen Subjekts bedeutet. Zunächst einmal muß man sich darüber im Klaren sein, daß das Subjekt keine problemlose Einheit ist, »daß das ich (je) als Subjekt des Satzes in direkter Rede, seiner in der Linguistik so genannten Shifter-Funktion entsprechend, die Bestimmung des Subjekts in der Schwebe« hält.(13) Shifters sind jene Terme in der Sprache, die »im Kode die Stellung des Subjekts bezeichnen.«.(14)

Was beim Denken vor sich geht, ist dem Denkenden nur teilweise bewußt. Nun ist aber das Unbewußte jenes Anderswo, jener Ort, "der allengegenwärtig und jedem verschlossen ist, an dem Freud entdeckt hat, daß, ohne daß man dran denkt und ohne also daß irgendeiner denken kann, er könne besser daran denken als ein anderer, es denkt. Es denkt eher schlecht, aber es denkt unerschütterlich."(15) Gilles Deleuze and Felix Guattari meinen in ihrem Buch Anti-Oedipus daraufhin, daß dort ein produktiver Prozeß stattfindet, der Prozeß der unbewußten "Begehrensmaschine", dem Fluß in einem Körper, der keine binäre Ausschließlichkeit, kein Entweder-Oder, sondern nur ein nicht ausschließliches Und-Oder kennt, und der daher außerhalb der binären Unterscheidungen der Sprache liegt. Allerdings muß dieses Es beim Denken dann doch wieder die Symbole benutzen, die ihm die Kultur, die Gesellschaft vorgibt: Wörter, Gesten, Bewegungen, Mimik. Auch das Es ist nicht der Ort einer vom Kulturellen unabhängigen Natürlichkeit oder Produktivität. Vielmehr: "Das Unbewußte ist der Teil des konkreten Diskurses als eines überindividuellen, der dem Subjekt bei der Wiederherstellung der Kontinuität seines bewußten Diskurses nicht zur Verfügung steht."(16) Oder anders gesagt: "Das Unbewußte ist das Kapitel meiner Geschichte, das weiß geblieben ist oder besetzt gehalten wird von einer Lüge. Es ist das zensierte Kapitel."(17) In der "Sprache" des Körpers, dem neurotischen, psychotischen, hysterischen Gestus, "spricht" das Unbewußte und diese Sprache gilt es zu entziffern. Als Freud in seinem Entwurf einer Psychologie 1895 den menschlichen Apparat beschreibt, gibt es nur

Strömungen, Reizflucht, Nullniveaus, Widerstände gegen Abfuhr, Kontakte und Schranken, Zellen der Wahrnehmung und Erinnerung, Bahnungen und Wegbevorzugungen, Quantitätsvorräte und Durchlässigkeiten, Schirme und Siebe. Selbst das eigens und fast feierlich eingeführte Ich ist nichts anderes als ein bestimmter Organisationszustand dieses Kanalsystems, ein bloßer Komplikationsgrad seiner Leitfähigkeit für Primärvorgänge.(18)

In der Linguistik entstand z.B. bei de Saussure die Auffassung, daß das Zeichen nicht Abbild der Realität ist, daß der Signifikant keine natürliche Zusammengehörigkeit mit dem Signifikat besitzt ("arbiträres Zeichen"), daß "Bedeutung" nichts anderes ist als das System der Differenzen der Laute (Signifikanten). Arbiträr und differenziell sind zwei korrelative Eigenschaften. Das sogenannte Ding selbst ist immer schon ein ein Repräsentiertes, das der Einfältigkeit der intuitiven Evidenz entzogen ist. Es gibt keine "absolute" sondern nur eine "relative" Bedeutung. "Einen Text zu interpretieren", sagt Roland Barthes, "bedeutet nicht, ihm eine (mehr oder weniger berechtigte, mehr oder weniger freie) Bedeutung zu geben, sondern im Gegenteil, zu begreifen, aus welcher Pluralität er besteht."(19) Texte sind immer polyphon, mehrstimmig. Die Identität eines Textes mit sich selbst, die auf der Konzeption des Ursprungs des Textes in einem mit sich selbst identischen Ich beruht, auf dem, was man die Intention dieses Ichs nennen könnte, wird dann unhaltbar, wenn das Ich, das den Text produziert und "Das 'Ich' das sich dem Text nähert, ist selbst bereits eine Pluralität von anderen Texten".(20) Was demjenigen, der gewohnt ist, in einem Text "Bedeutung" aufzuspüren, aufs höchste befremden muß, und ihn dennoch immer wieder anspornen muß, Bedeutung in diesen leeren Raum zu projezieren, ist die Tatsache: "Es geht um eine bloße Differenz (S/Z), eine Relation wie von Plus und Minus, Nullmorphem und Morphem, Leerstelle und Zeichen (0/1)."(21) "Denn einen Text lesen, ist niemals nur eine gelehrsame Übung zur Auffindung von Signifikanten, noch weniger eine höchst textuelle Übung zur Erforschung eines Signifikanten, wohl aber eine produktive Anwendung der literarischen Maschine, eine Montage von Wunschmaschinen, schizoide Übung, die die revolutionäre Kraft des Textes zur Entfaltung bringt".(22)

 

Übersetzung

Wir sprechen alle nicht die gleiche Sprache, vor allem dann, wenn wir die 'gleiche' Sprache sprechen.(23) Das trifft noch verschärft zu, wenn wir uns im Zuge der Globalisation in einer der 'Weltsprachen' als gemeinsamer lingua franca verständigen. Die jeweils lokalen Dialekte des Englischen z.B. sind oft kaum untereinander verständlich, und das nicht nur wegen der differierenden Phonologie, sondern vor allem auch wegen der Semantik, die sich je kulturell verschieden der 'gleichen' Wörter bedient. Als "fremd" wird dann oft empfunden, was auf den ersten Blick als "eigen" erscheint. Andererseits gibt es eine über Jahrhunderte entstandene europäische Gemeinsprache, die sich in jeder Nationalsprache ausdrücken kann, und deren Übersetzung kaum Probleme aufwirft. Natürlich gibt es auch da das lokal Besondere. Bei "fünf Uhr" denkt der Engländer wahrscheinlich an den five O'clock tea, der gebildete Spanier eher an Garcia Lorca's a las cinco de la tarde in seinen coplas für einen toten Torrero.

Inzwischen gibt es auch z.B. eine gemeinsame Geschichte Europas und Indiens oder Europas und Chinas, und in geringerem Grade Afrikas und Europas. Dennoch sind die Probleme des 'Übersetzens' von philosophischen Grundbegriffen aus dem Kontext außereuropäischer Kulturen in den Kontext der gegenwärtigen, vor allem europäisch-angloamerikanischen Philosophie keineswegs leicht zu lösen, auch wenn umgekehrt europäisch-angloamerikanische Philosophie natürlich in das Denken zumindest afrikanischer Eliten längst eingedrungen ist.

Das Problem der Über-Setzung ist nicht in erster Linie ein technisch-terminologisches, linguistisch-begriffliches Problem. Es handelt sich um eine politische Frage, d.h. eine Frage, die von den Machtverhältnissen abhängt, wobei es für den einen Teil um die Fähigkeit geht, sich durchzusetzen, für den anderen um den Zwang, sich anzupassen. Die Globalphilosophie kann nötigenfalls Ideen und Ausdrücke entlehnen, sie müssen aber in ihr eigenes Begriffsfeld passen. Um primitive Mythen, Verwandtschaftslinien, Codes der Aggression oder der Selbstverteidigung zu verstehen, erarbeitet der Theoretiker zuerst einen begrifflichen Bezugspunkt, dem er alles unterordnet, auch die entlehnte Terminologie - aber: könnte er denn anders, da doch schon seine Verstehensmittel dafür konstitutiv sind.

Übersetzung ist in erster Linie eine Übung in Bescheidenheit. Während Wissenschaft Gewißheiten haben will, ist Übersetzung eine Kunst. Es geht ihr nicht um Bedeutungen als ein Ziel an sich, sondern um Möglichkeiten Bedeutungen aus einer Sprache in eine andere zu transportieren (metapherein : Metaphern : Buslinien). Wo uns das nicht gelingt, wo unsere Übersetzung "keinen Sinn" ergibt, kann es zur Aggression, zum Krieg kommen.

 

Die Bedingungen des Fragens

In jedem interkulturellen Kontext, der sich ernst nimmt, steht ganz am Anfang die Frage nach der Bedingung unseres Fragens, denn "Fragen" ist ein konsistenter Akt im Denken nach Art eines Okzidentalen, d.h. mit pragmatischem, teleologischem (zweckrationalem) Interesse. Unser Fragen ist ausgerichtet auf die Beherrschung der Natur, der Gesellschaften und des Bewußtseins. Denken ist handeln und voraussehen, indem man handelt. Daß es auch andere Formen des "Fragens" gibt, ist uns zwar bewußt, doch wenn wir als Wissenschaftler arbeiten, scheint jede andere Form des Fragens unzulässig. Dennoch ist die Frage nach der Bedingung solchen Fragens der Wissenschaft nicht äußerlich: denn eben in einer Situation, wo wir uns anschicken, uns einen interkulturellen Diskurs vorzustellen, können wir die Frage nach einer anderen Form des Fragens nicht aus der Fragestellung der Wissenschaft ausschließen, ohne uns sofort vorwerfen zu lassen, wir dächten und handelten wieder einmal zugunsten der anderen, für sie, oder in ihrem Namen. Das Privileg, das jeder theoretischen Tätigkeit zugrunde liegt, setzt einen epistemologischen, aber auch einen sozialen Bruch voraus. Als Abgesandte oder Mandatsträger, die für die anderen, d. h. zu deren Gunsten, aber auch an deren Stelle sprechen, werden wir, zumeist guten Glaubens, dazu verleitet, ebenso die zu täuschen, von denen wir sprechen, wie die, zu denen wir sprechen. Voraussetzung jeder Form der Interkulturalität ist dagegen eben die Möglichkeit in einem Polylog vieler Stimmen, auch derer, die wortlos gemacht wurden, die Grundlagen unseres Denkens selbst "in Frage" zu stellen.


(1)  Jacques Lacan, "Über eine Frage, die jeder möglichen Behandlung der Psychose vorausgeht." In: Schriften II. Weinheim 1986, S.73

(2)  Daniel Paul Schreber, Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken. Frankfurt am Main 1985, S. 92. [Leipzig: Oswald Mutze 1903]. Vgl. Sigmund Freud, "Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia (Dementia paranoides)" .In: Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet. Achter Band. Werke aus den Jahren 19O9 - 1913. London 1955 (1943). vgl. auch Ida MacAlpine and Richard A. Hunter, "The Schreber Case. A contribution to Schizophrenia, Hypochondria, and Psychosomatic Symptom-Formation." In: Psychoanalytical Quarterly 22 (1953) 328-371; William G. Niederland, "Three Notes on the Schreber Case". In: Psychoanalytical Quarterly 20 (1951) 579-591.

(3)  Schreber, Denkwürdigkeiten, S. 92

(4)  Schreber, Denkwürdigkeiten, S. 115

(5)  Schreber, Denkwürdigkeiten, S. 117

(6)  Deleuze, Gilles, and Félix Guattari (1987), A Thousand Plateaux. Capitalism and Schizophrenia. University of Minnesota Press, S. 36

(7)  Deleuze / Guattari, A Thousand Plateaux. S.80

(8)  Handke, Peter (1967), Kaspar. Frankfurt am Main, S. 7

(9)  Horn, Peter (1971), "Vergewaltigung durch die Sprache: Peter Handkes »Kaspar«". In: Literatur und Kritik. 51, S. 31

(10)  Handke, Kaspar. S.18f.

(11)  Deleuze / Guattari, A Thousand Plateaux. S.159

(12)  Vgl Roy Schafer, "Narration in the psychoanalytic dialogue" .In: On narratives. Hg. von W.J.T. Mitchell, Chicago und London 1981, S.31

(13) Lacan, Schriften II, S. 67.

(14)  Lacan, Schriften II, S. 72

(15)  Lacan, Schriften II, S. 81

(16)  Jacques Lacan, »Funktion und Feld des Sprechens und der Sprache in der Psychoanalyse«. In: Schriften I. Weinheim 1986, S.97

(17)  Lacan, Schriften I, S.98

(18)  Blumenberg, Hans (1986), Arbeit am Mythos. Frankfurt am Main [1979], S.66

(19)  Roland Barthes, S/Z. London: Jonathan Cape 1975, S.5

(20)  Roland Barthes, S/Z. London: Jonathan Cape 1975, S.10

(21)  Hans Helmut Hiebel Franz Kafka »Ein Landarzt« München: Wilhelm Fink Verlag 1984 ( UTB 1289), S.106

(22)  Deleuze, Gilles, und Félix Guattari (1974), Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenie I. Frankfurt am Main, S. 137

(23)  "Any learner and any user of a given language is in a "one-to-many" relationship to all other actors - past and present - who speak (or spoke) that language. In learning and speaking that language learners are faced with (interim) results of a polylogue and participates in an on-going polylogue. In that "one-to-many" relationship the learner or user is the "one", and the polylogue is the "many". Every instance of speaking, of thinking, and of writing in a given language is part of the on-going polylogue in that language." (Arne Haselbach (Vienna) Polylogue - a paradigm for cultures)


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